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Mitgliederportrait: Das Gasthaus zum Goldenen Kreuz

GastroZürich Unterland
01.06.2026
P1010047

Drei mächtige Bäume vor dem Haus, die Natur ringsum, und eine Stille, die man in sich aufnimmt, noch bevor man die Türe öffnet. Das Gasthaus zum Goldenen Kreuz in Rafz empfängt seine Gäste so, wie es das seit Jahrhunderten tut: mit einer Selbstverständlichkeit, die man nicht inszenieren kann. Erstmals im 17. Jahrhundert urkundlich erwähnt, steht das Haus unter Denkmalschutz und gehört zu den ältesten Liegenschaften im Kanton Zürich. Es prägt das Ortsbild von Rafz bis heute auf eine Weise, die jede Renovierung überlebt hat.

Für Gastronomieleiterin Andrea Erni war beim ersten Betreten sofort klar, dieses Haus hat Charakter. Die Atmosphäre, die Geschichte und der Charme der alten Mauern machen das Goldene Kreuz zu einem besonderen Ort. Nach vielen Jahren Selbstständigkeit im Kanton Aargau begann für sie in Rafz ein neuer Abschnitt. Seit einem Jahr führt sie das Goldene Kreuz gemeinsam mit einem Team, das Gastfreundschaft mit grossem Engagement lebt. Die persönliche Atmosphäre und die echte Herzlichkeit sind im ganzen Haus spürbar und bleiben vielen Gästen lange in Erinnerung.

Hinter den historischen Mauern des Goldenen Kreuzes verbirgt sich weit mehr als ein klassisches Gasthaus. Neben dem Restaurant mit seinem besonderen Gewölbekeller gehören sechs Hotelzimmer, zwei Bankettsäle und der Rafzer Saal mit seiner markanten Bühne zum Haus. Ein Raum mit besonderer Ausstrahlung, der Theateraufführungen ebenso Platz bietet wie Weinlesungen, Vorträgen oder festlichen Abenden. Rafz pflegt eine lebendige Vereinskultur und viele Begegnungen finden genau hier statt. So ist das Goldene Kreuz bis heute ein Treffpunkt geblieben, an dem Menschen zusammenkommen und Gastfreundschaft gelebt wird.

Die Küche folgt dem Rhythmus der Jahreszeiten und dem, was die Region hergibt. Weinbau und Landwirtschaft beginnen direkt vor der Haustür, rund 80 Prozent der Weinkarte stammen aus Rafz und Eglisau. Die Rafzer sind stolz auf ihre Produkte, und das Goldene Kreuz trägt diesen Stolz in jeden Teller. Wer jetzt im Frühling zu Besuch kommt, sollte den regionalen Spargel nicht verpassen. Und wer das Haus noch nicht kennt, bestellt am besten eines der 18 verschiedenen Cordon Bleus, alle frisch, alle in der Pfanne, alle ein kleines Versprechen.

Andrea schätzt an ihrem Beruf vor allem das Unmittelbare. Den Blick eines Gastes, der abschalten konnte. Die Dankbarkeit am Ende eines gelungenen Abends. Schöne Momente weiterzugeben, das treibt sie an heute genauso wie vor 25 Jahren. Für die Zukunft wünscht sie sich noch mehr besondere Erlebnisse im Goldenen Kreuz, von Weinabenden mit lokalen Winzern bis zu besonderen Cordon Bleu Events. Und vielleicht entwickelt sich das traditionsreiche Haus eines Tages sogar zu einem kleinen Boutiquehotel nahe am Rhein. Andrea und ihr Team freuen sich darauf, gemeinsam die goldige Zukunft im Goldenen Kreuz zu gestalten.

Genau das macht das Goldene Kreuz so besonders: Man kommt als Gast und geht mit dem Gefühl, willkommen gewesen zu sein. Eine Qualität, die nicht geplant werden kann, sondern über viele Jahre mit viel Hingabe gewachsen ist.